Desert Storm 2026        
Tag 1 - 19.04.2026

Travel the Moroccan way.

Das war der Rat, den Miriam Spies' marokkanischer Freund ihr vor ihrem grandiosen Roadtrip durch den Norden Marokkos gegeben hat. ("Im Land der kaputten Uhren", ISBN 978-3958892583) Und es scheint so, dass wir auch gleich am Anfang erfahren sollen, dass das wohl das richtige Motto für so eine Tour ist.

Gut eine Woche vor dem geplanten Start bekommen wir von der Reederei die Nachricht, dass unsere Abfahrt einen Tag vorverlegt wird. Einfach so, ohne Begründung. Nun können wir uns natürlich über den zusätzlichen Tourentag freuen (wenn er uns denn nicht am Ende wieder abgezogen wird). Was aber machen die, die nicht einfach einen Tag früher losdüsen können? - Typisch deutsche (oder europäische) Überlegungen.

Drei Tage vor der Abfahrt dann der nächste Knaller: Rückfahrt gecancelt. Warum auch nicht, der Landweg ist ja auch schön. Allerdings kann uns die freundliche Mitarbeiterin der Reederei (die glücklicherweise sehr gut Englisch spricht) eine Rückfahrt ab Nador anbieten. Wir sind ja flexibel.

Egal - es geht los. Treffen an der A1-Abfahrt Schwerte bei McDoof. Als Treffpunkt sind diese Burgerhöllen ja ganz gut geeignet. Immerhin gibt es einen ganz brauchbaren Kaffee und die zugehörigen Entsorgungsmöglichkeiten. Für die Wartezeit nach der ersten Etappe bei 7°C Außentemperatur ganz brauchbar. Den Rest muss man einfach ignorieren.

Kurzer Zwischenstop
Kurzer Zwischenstop.

Aber dann die niederschmetternde Nachricht von der besten Ehefrau von allen: Topcaseschlüssel zu Hause liegen gelassen. Die Stimmung droht zu kippen. Aber es hilft nichts, es muss noch einmal umgeplant werden. Also wieder zurück und auf weiter westlichen Kurs gen Süden. Um Köln herum herrscht eh mal wieder blankes Chaos, der nördliche Ring ist komplett gesperrt. Also geht es über Düsseldorf nach Aachen und weiter durch's Hohe Venn in Richtung Luxemburg.

Der Rest des Tages zeigt sich dann von seiner freundlichen Seite. Das Wetter ist gut, lediglich ein paar homöopathische Schauer am Vormittag. Die Strecke ist abwechslungsreich, ein paar Landstraßen in Belgien und Luxemburg sorgen dafür, dass die Reifen nicht allzu eckig werden. Lediglich an die Dosenbahn in Frankreich müssen wir uns noch gewöhnen. Der Trick besteht darin, sich in den Verkehr einzufädeln, den Tempomaten einzuschalten, und dann den lieben Gott einen guten Tag sein zu lassen. Das führt dazu, dass man immer wieder mit einer atemberaubenden Geschwindigkeit von unter 1 km/h überholt wird. Oder noch schlimmer, selber überholt, was natürlich einem deutschen Hektiker den letzten Nerv raubt. Und so kommt es wie es kommen musste: Beim Versuch, etwas aufzuholen, wird von Jürgen ein schönes Portraitfoto angefertigt.

Für heute angekommen.
Für heute angekommen.
Pub franz&öuml;sich
Pub französich interpretiert

Wir fahren bis Nancy. Im Kyriad Motel können wir die Mopeds fast ins Zimmer fahren. Wir entschließen uns allerdings dazu, dass sie draußen warten müssen. Die Restaurantempfehlung des Concierge erweist sich als eine Art Pub mit hunderten von Biersorten. Nicht der schlechteste Tagesabschluss.

  Etappe Tag 1
Tagesetappe: 694 km   von Metelen
N52° 08.641'
E7° 12.843'
  nach Nancy
N48° 42.717'
E6° 14.936'
Tagesabschluss
Tagesabschluss
 
  Der Plan Der Plan   Tag 2 Tag 2