Der letzte ganze Tag in Marrokko. Und bewußt kein Programm. Ausschlafen , ausgedehntes (und ausgezeichnetes) Frühstück, und dann erst einmal Pause machen. Nach getaner Arbeit gehen wir runter zum Strand und dann am Wasser entlang bis der Felsen den Weg versperrt.
Es ist ein Kiesstrand. Eigentlich ein idyllisches Plätzchen, wenn nicht Mengen von Müll angeschwemmt wären. Es ist keine Saison, und somit macht hier auch niemand sauber. Mit dem Müll geht man in diesem Land überhaupt sehr relaxed um. Das ist schade, denn viele Plätze könnten mit einem sorgsameren Umgang des Problems ästhetisch enorm aufgewertet werden.
Am frühen Nachmittag sind wir wieder zurück. Azaddin verabschiedet sich. Er will nach Chefchaouen, hat dort noch ein Riad, für das sich Mieter angesagt haben. Sein Bruder zeigt uns eine große Dorade, die er selbst gefangen hat. Er ist nebenbei auch Fischer. Die Dorade soll heute Abend in der Tagine landen.
Der Rest des Tages dient dann wirklich nur noch der Entspannung. Die meiste Zeit auf den Rollliegen am Pool (der leider nicht benutzbar ist), aber auch bei Tee und leckeren Kleinigkeiten. Der Tee ist übrigens nicht mit Pfefferminze, sondern mit Kräutern aus dem Garten. Nicht definierbar, was es ist, schmeckt aber hervorragend.
Genau wie die Dorade, die noch ein paar große Garnelen in der Tagine mitbringt. Auch die sind frisch gefangen und zappeln noch im Eimer, als ich sie begutachten muss. Nach dem Essen gibt es noch etwas Schwierigkeiten, unsere morgige sehr frühe Abreise anzukündigen. Hier muss Azaddin am Telefon unterstützen. Wir rechnen auch schon ab, was in einen riesen Durcheinander endet, da alle die letzten Dirham in die Runde werfen und der fehlende Rest mit Euros aufgefüllt werden muss. Azaddins Bruder steht nur schmunzelnd dabei und zählt hinterher dreimal nach. So etwas scheint er von deutschen Touristen (wenn sie sich denn überhaupt hierher verirren) nicht gewohnt zu sein.
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