Ich werde durch das Anlegemanöver in Barcelona geweckt Bei Langsamfahrt gerät die Maschine derart in Resonanzen, dass das ganze Schiff rappelt. Also erst einmal frühstücken, erwartbar südeuropäisch spartanisch. Als der Marokkaner vor mir an der Kasse den Aufpreis für die Rühreier reklamiert, werden diese kurzerhand wider in die Ausgabeschüssel gekippt. Meine zusätzlichen Butterstückchen werden kommentarlos konfisziert. Auf überflüssige Diskussionen lässt man sich hier nein ein.
Heute ist erst einmal große Wäsche angesagt. Unglücklicherweise geht mir das Waschmittel aus, so dass ich noch einmal ans Motorrad muss. Wir liegen ja noch im Hafen. Die Maschinen sind tatsächlich verzurrt, jedoch nur nach vorne uns nach hinten. So sollte beim Rollen des Schiffs nichts passieren, bei stärkerem Stampfen gibt es dann einen schönen Domino-Effekt.
Den Weg runter auf das Autodeck habe ich ja gefunden, aber wie geht es wieder rauf? Die Aufzüge gehen eh nicht, die Türen sind entweder verschlossen oder führen zu Treppen, die wieder vor verschlossenen Türen enden. Hinter einer Schiebetür ist ein tiefer Abgrund zum Autodeck eine Etage tiefer. Ich irre gefühlt eine halbe Stunde umher und versuche wie die Maus im Labyrinth jeden erdenklichen Weg abzulaufen. Das machen die wahrscheinlich so, um sich vor den Überwachungsmonitoren über die verpeilten Passagiere zu befeixen.
Nach dem Mittagessen werden die Einreisekarten ausgelegt. Es beginnt an allen Ecken eine fieberhafte Suche nach Kugelschreibern. Das ganze Schiff verfällt in eine kollektive Schreibwut.
Ansonsten ist das heute ein sehr entspannter Tag, Mittagsschlaf inklusive.
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| Tagesetappe: | 1164 km (Seeweg) |
von | Sète N43° 24.271' E3° 42.327' |
nach | Nador N35° 16.215' W2° 55.543' |
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| Gesamtstrecke: | 2023 km (Landweg) |
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