Erst einmal gut frühstücken, bevor es an die Arbeit geht. Das geht allerdings erst später als geplant. Von deutscher Hektik ist man hier weit entfernt.
Das anschließende Wendemanöver gestaltet sich einfach er als geplant. Genügend Leute zum Anpacken finden sich ja immer.
Ganz anders hingegen die Ausfahrt aus der Stadt. Es ist der erste Mai und in der Stadt finden mehrere Kundgebungen statt. Da sind nicht nur Navigationskenntnisse sondern auch eine gehörige Portion Spürsinn gefragt.
Wir fahren mit Kurs Nordwest das Drâa-Tal entlang auf der Straße der Kasbahs. Die Straße schlängelt sich entlang des Flusses teilweise eng Felsen entlang. Der Belag ist gut, und abgesehen von einnigen Baustellen und etlichen Ksars wedeln wir flott voran.
Ab Agdz geht es dann stramm nach Westen. Ausgedehnte Ebenen werden immer wieder durch Gebirgszüge unterbrochen. Die Landschaft ist einfach überwältigend. Irgendwann tauchen die schneebedeckten Berge des Hohen Atlass am Horizont auf. Man möchte schreien. Leider liegt alles etwas im Dunst. Fotografieren zwecklos.
Wir fahren schräg auf die Berge zu und wollen morgen nach Norden abbiegen, um den Atlas von Süden her zu queren in Richtung Marrakech. Es ist später Nachmittag als wir ca 80 km vor dem Knickpunkt der geplanten Route eine Unterkunft suchen. Die auf Booking.com verfügbaren Zimmer sind angeblich reserviert. Man bietet uns aber drei einfache Bungalows an. Mal etwas anderes.
Zum Abendessen gibt es mal wieder Tagine, diesmal mit Hühnchen und reichlich Salat. Ich hoffe, dass ich den vertrage. Viel esse ich eh nicht, die Hitze der letzten Tage hat mich geschafft. Und abends wird es auch noch empfindlich kühl. Wir müssen schon ziemlich hoch liegen.
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| Tagesetappe: | 266 km | von | Zagora N35° 0.517' W3° 0.663' |
nach | Taliouine N30° 31.540' W7° 54.302' |
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| Gesamtstrecke: | 3732 km | |||||||
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